27. April 2010
Gedenkfeier zur Erinnerung an den 65. Jahrestag der Befreiung der Vernichtungslager des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering und des „SS-Arbeitslagers Landsberg“
Um 16.00 am Dienstag, den 27. April 2010 auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte
Authentische Zeitzeugenberichte aus den verschiedenen KZ-Außenkommandos Kaufering des Jahres 1944/1945

Befreiung am 27. April 1945 von Kaufering IV: Tod und Überleben vor den Augen des amerikanischen GI’s Julius E. Bernstein, Riverside USA
Zum 65. Jahrestag der Wiederkehr der Befreiung des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering sollen dieses Mal authentisch Personen sprechen, die als betroffene Überlebende diese Stunden durch – und miterlebt haben. Es sind Zeitzeugnisse, unmittelbar nach den Ereignissen oder vor 30 Jahren auf Befragung aufgezeichnet. Diese Zeitzeugnisse zählen deshalb soviel, da sie nicht durch zu lange Zeitabschnitte und zu viele gehörte Begegnungen beeinflusst worden sind. Ihre Authentizität ist einzigartig für dieses weltgeschichtliche Ereignis.
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Der Chronist Jules Jost *1914 – 1998, der die Ankunft der 9 Transporte der jüdischen KZ-Häftlinge aus 25 Nationen von der Rampe in Auschwitz, über die Gettos in Litauen bis hin zu den Transporten der Aufräumungskommandos des Gettos in Warschau aufzeichnen musste. Dieser luxemburgische KZ-Priester wurde 1983 in Dalheim/Luxemburg mehrere Stunden befragt. Er bezeichnete diese Vorgänge als die „Apokalypse der Juden Europas“. |
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Der berühmte Wiener Logotherapeut Prof. Viktor E. Frankl *1905 – 1997 –Kaufering III und Kaufering VI – hat Textstellen einst selbst autorisiert für eine Mitgliederbroschüre. Er war von Februar 1984 bis zu seinem Tod Mitglied der Bürgervereinigung und wurde sogar Ehrenmitglied. Eine Ehre, die er nur für seine ermordeten Kameraden angenommen hat. |
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Der litauische Schneider Sloma Pasternak * 1910 - 2007 berichtet vom Ende des Todesmarsches in die Alpenfestung, wo er in Waakirchen befreit wurde. Er ist in Deutschland geblieben und hat bis zum hohen Alter von 97 Jahren in Türkheim als geachteter Schneider mit seinen beiden Söhnen gelebt. |
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Der französische jüdische Holocaustüberlebende Maxi Librati *1925 – marokkanischer Herkunft – trägt die Auschwitznummer am Unterarm - berichtet uns von seinem Aufbruch im KZ - Lager Kaufering IV und seiner Befreiung nach dem Todesmarsch im KZ-Lager Allach. |
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Der französische Auschwitzüberlebende und Überlebende von Kaufering VII Charles Baron * 1926 Paris - er trägt die Auschwitznummer am Unterarm - der aus dem Transportzug nach Dachau bei Schwabhausen floh und durch die Hilfe des Bauern Seiler in Pestenacker gerettet wurde, berichtet über die letzten Stunden vor der Befreiung durch die Truppen der Amerikaner. |
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Die ungarisch/deutsche Überlebende des KZ-Kommandos Kaufering I und Lagerschreiberin Gisela Stein – Popper * 1914 Berlin – später Stone – berichtet über ihre Aufgaben und Erfahrungen ihrer Arbeit im KZ-Lager Kaufering I. Sie ist in die USA ausgewandert und dort 2000 in Palm Beach gestorben. |
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Der amerikanische US-Soldat Julien Saks *1910 – 1993 mit deutschen Vorfahren aus Obereselsbach in Bayern berichtet uns von der Situation, wie er den Holocaust in KZ-Lager Kaufering IV mit seiner Panzereinheit vorfand. Ein Portrait seiner Tochter Judith Saks. |
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Die Überlebenden französischen Widerstandskämpfer des „SS-Arbeitslagers Landsberg“ – auf dem Penzinger Fliegerhorst – Georges Charpak * 1924 (Nobelpreisträger der Physik) – jüdischer Herkunft – und Viktor Boulerot *1922 berichten vom Aufbruch ihres KZ-Kommandos und der ersten Begegnung mit jüdischen Überlebenden des KZ-Kommandos Kaufering. |
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Der ungarische Überlebende Dr. Yehuda Garay aus Pecs hat schon 1946 seine Erlebnisse in handschriftlicher Form festgehalten. Es sind authentische Berichte seiner Erfahrungen in verschiedenen KZ-Kommanden des KZ-Lagers Kaufering. Es wird aus dem Originalwerk eine Passage vorgetragen. Erst 2005 konnte dieses Werk in Deutschland veröffentlicht werden. |
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Der handschriftliche Lebensbericht des KZ-Kommandanten von Kaufering II und Kaufering VII Obersturmführer Arno Lippmann * 1890 - 1946. Hierin zeigt sich, wie die Täter ihre "Arbeit" bei der Vernichtung des europäischen Judentum im KZ-Kommando Kaufering gesehen und auch von der Nachwelt gesehen haben wollten. Er wurde 1946 in Landsberg nach dem Urteilspruch des Dachauprozesses hingerichtet und fand sein Grab auf dem 2003 entwidmeten Spöttinger Friedhof. |
Auch in diesem Jahr werden die beiden Elemente der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“ der „Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ und der „Ort des Verbrechens“ symbolhaft zusammengeführt. Die Erinnerung an die Vergangenheit und die Aufgabe für die Gegenwart und Zukunft gegen Rassismus, Antisemitismus und Totalitarismus.
Es ergeht herzliche Einladung an alle Bürger, besonders an die in religiöser, politischer schulischer, militärischer und gesellschaftlicher Verantwortung stehenden Mitbürger, die Lehrer und die Schüler aller Schularten!
Grußworte:
Association Fonds Mémoire d´Auschwitz vom 16.April.2010
Die Woche der Brüderlichkeit 2010 mit dem Thema: „Verlorene Maßstäbe“ Reden – lernen – erinnern
Zum Abschluss der Woche der Brüderlichkeit lädt die Bürgervereinigung „Landsberg im 20. Jahrhundert“ am Sonntag, den 14. März 2010 um 15.00 auf die Europäische Holocaustgedenkstätte ein.
Aus dem Grußwort des Herrn Ministerpräsidenten Horst Seehofer:
„Die Woche der Brüderlichkeit setzt seit Jahren wichtige Akzente im geistigen Leben unseres Landes. Sie erinnert an die Verbrechen des Nationalsozialismus, mahnt zur Achtung vor der Menschenwürde des Menschen, fördert den Dialog zwischen Juden und Christen und trägt dazu bei, dass wir uns der religiösen und ethischen Wurzeln unserer Gesellschaft bewusst werden. Immer wieder wird dabei deutlich, dass Juden und Christen mehr verbindet als trennt…Auch ethische Maßstäbe brauchen Fixpunkte. Da wir nicht wissen können, was uns die Zukunft bringt, können wir die Fixpunkte nur in der Vergangenheit finden. Die christlichjüdische - humanistische Tradition ist und bleibt Ursprung unseres ethischen Koordinatensystems“.
Dieses Wissen muss weiter in die Gesellschaft hineingetragen werden. Ein Treffen aus diesem Anlass an diesem Ort, wo beide Elemente miteinander verbunden sind, ist ein Bekenntnis zu unserer Demokratie.

Erinnern: Holocaustdenkmal vor dem im April 2006 eingestürzten KZ – Tonröhrenbauwerk

Mahnung zur Achtung: „Weg der Menschenrechte und Menschenwürde"
Hier können wir unsere Selbstvergewisserung bestens erkennen: es ist unsere politische und religiöse Erinnerungskultur. Welche Maßstäbe haben wir in der Vergangenheit verloren, dass es zu diesen menschenvernichtenden Verbrechen vor den Augen aller kommen konnte? Welche Maßstäbe gehen uns gegenwärtig verloren? Hier ist kein Ort des Jammerns, sondern hier müssen wir uns über unsere Werte und Maßstäbe heute befragen. Es ist der Ort, an dem wir uns über unsere aktuelle Befindlichkeit Rechenschaft ablegen können: Schweigen oder den Mund öffnen! Der Ort, an dem in vergangenen 65 Jahren viel verschüttet, zerstört und verharmlost wurde. Den Holocaust in unserem Landkreis in den 11 jüdischen Außenkommandos des KZ-Lagers Kaufering kann man nicht mehr leugnen. Ein langer Weg seit den 80er Jahren, wo sich vorgegebene Maßstäbe verloren und verschoben haben. Wir müssen weiterhin Maßstäbe / Fixpunkte setzen, um unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, unserer Religionszugehörigkeit und unser Geschichte gerecht zu werden.
An alle Bürger, die „guten Willens sind“ (Viktor E. Frankl), an alle Mandatsträger, Pfarrer, Soldaten, Lehrer und besonders an unsere jungen Mitbürger ergeht eine herzliche Einladung, gemeinsam mit der Europäischen Holocaust Stiftung die Woche der Brüderlichkeit mit dem Motto „Verlorene Maßstäbe“ so mit Leben für die Zukunft zu beenden
Weitere Auskünfte sind unter E-Mailadresse vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon 08191/22 380 möglich.
27. Januar 2010
Internationaler Holocaustgedenktag der Vereinten Nationen
„Der Holocaust, eine unauslöschliche Schande in der Geschichte der Menschheit". Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz am 30. November 2005
Gedenkfeier der Solidarität zum 65. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 durch sowjetische Armeeeinheiten
Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 16.00 auf der der Europäischen Holocaustgedenkstätte
Seit 1986 gedenkt die Bürgervereinigung dieses Tages; am 27.Januar 2010 gedenken wir gemeinsam zum fünften Mal mit den Vereinten Nationen des Internationalen Holocausttages am Ort des Verbrechens. In den elf jüdischen Lagern des KZ-Kommandos Kaufering dauerte die Menschenvernichtung noch weitere drei Monate, bis die alliierten Truppen diese jüdischen KZ-Häftlinge am 27.April 1945 befreiten. An diesem historischen Ort wird allen verständlich, welche Leiden und Qualen diese jüdischen KZ-Häftlinge bei den bayerischen winterlichen Temperaturen noch zu durchleiden hatten und nur wenige diese Erniedrigung /Katastrophe/ Shoah überleben konnten und am 24. April 1945 auf den Todesmarsch in die „Alpenfestung“ geschickt wurden.
Die Bürgervereinigung „Landsberg im 20. Jahrhundert“ will nach den ungeheuerlichen Leserbriefen eines Mitbürgers über die Mörder auf dem Kriegsverbrecherfriedhof Spötting in Gegenüberstellung zu den Aussagen des SS-Kommandanten von Kaufering VII Arno Lippmann und seiner Ehefrau ein Signal setzen, dass derartige Leserbriefe klar gegen die von Papst Benedikt XVI in einer Generalaudienz vom 28.1.2009 getroffene Aussage verstoßen: „Die Shoah ist eine ständige Mahnung gegen das Vergessen, gegen das Leugnen und gegen das Verharmlosen."


Links: Statement Arno Lippmann – SS-Kommandant von KZ - Kaufering VII – Dachau Trials 4.11.1945; Rechts: Leserbrief aus dem Landsberger Tagblatt vom 19./20.12.2009
Dazu dürfen wir nicht schweigen, wenn wir gedenken, uns an den Holocaust erinnern und versammeln wegen der Zerstörung der Menschenwürde in dieser Stadt und vor ihren Toren. Es soll der wegen einer menschenverachtenden Rassenideologie ermordeten jüdischen Mitmenschen gedacht werden, damit wir in der Zukunft gegen antisemitische und rassistische Parolen und Demonstrationen nicht schweigen! Wir wollen nicht kleinmütig reagieren, sondern selbst uns aktiv in diesen „Internationalen Gedenktag“ einreihen.
An alle Bürger, die „guten Willens sind“ (Viktor E. Frankl), an alle Mandatsträger, Pfarrer, Soldaten, Lehrer und besonders an unsere jungen Mitbürger ergeht eine herzliche Einladung, gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der Europäischen Holocaust Stiftung diesen Tag mit Leben für die Zukunft erfüllen. Anmeldung wäre aus organisatorischen Gründen gewünscht: E-Mailadresse vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon 08191/22 380.
Gedenken zur 71. Wiederkehr der Reichspogromnacht
Die „Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung“ lädt zur diesjährigen Gedenkfeier für diesen denkwürdigen Tag schon am Sonntag, den 8. November 2009 um 15.00 auf die Europäische Holocaustgedenkstätte ein.
Damit sollte auch allen berufstätigen Mitbürgern die Möglichkeit geboten werden, an diesem denkwürdigen Tag der deutschen Geschichte an dieser Gedenkfeier teilnehmen zu können.
Der 9. November 1938 – 71.Wiederkehr der Reichspogromnacht
Die Lokalzeitung wartete am 10.11.1938 mit der Schlagzeile auf: „Der Landkreis Landsberg ist judenrein!“.
Der 9. November 1983 – Gründung der Bürgervereinigung “Landsberg im 20. Jahrhundert“
Im Anschluss an die erste Gedenkstunde auf dem jüdischen KZ-Friedhof Kaufering I in Landsberg für die 45.Wiederkehr der Reichspogromnacht wird von 9 Bürgern die Bürgervereinigung „Landsberg im 20. Jahrhundert“ gegründet.
Der 9. November 1984 - 25. Wiederkehr der Errichtung des ersten Gedenksteins in Kaufering III mit Herrn Prof. Viktor E. Frankl

Vor der Gedenkfeier 1984 erklärte Prof. Frankl bei einem Rundgang durch das KZ-Kommando Kaufering wichtige Stellen aus seinem Buch „…Trotzdem Ja zum Leben sagen“.
Prof. Frankl war Ehrenmitglied der Bürgervereinigung bis zu seinem Tod im September 1997.

Die Gedenktafel von Kaufering III: Sie war die erste Gedenktafel für das jüdische KZ-Kommando am Ort des Verbrechens im Landkreis Landsberg. Die von Mitgliedern der Bürgervereinigung mit Prof. Viktor E. Frankl entworfene Tafel wurde am 10.9.1984 von ihm der Öffentlichkeit übergeben. Im Alleingang hat der damalige Kauferinger Bürgermeister Jung dafür die materiellen Voraussetzungen geschaffen. Anschließend stellte sich Prof. Frankl in einer öffentlichen Diskussion den Bürgern in Kaufering.
Der 9. November 1989 - 20. Wiederkehr des Mauerfalls in Berlin
Die Bilder vom Fall der Mauer am 9. November 1989 sind durch die Medien in unseren Köpfen und in unserem Denken. Sie müssen an unsere Jugend weitergegeben werden. Bürger stehen jubelnd auf der Mauer vor dem Brandenburger Tor. „Wir sind das Volk! - Bitte keine Gewalt!“ hat seine Erfüllung auf friedliche und rechtlich gesicherte Weise stattgefunden. Unser Vaterland ist in Freiheit wiedervereinigt! Die Forderung der Kauferinger Gedenktafel ist so eingelöst worden.
Das Präsidium der „Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung“ lädt zu dieser Gedenkfeier alle Bürger herzlich ein.
Sollten Bürger eine Führung anlässlich dieses Gedenktages im Anschluss an die Gedenkfeier durch die „Europäische Holocaustgedenkstätte“ wünschen, so bittet die Geschäftsleitung der Gedenkstätte um eine rechtzeitige Anmeldung (Freitag, den 7.11.2009) für die entsprechenden Vorbereitungen: Telefonnummer 08191/ 22 380 oder der Emailadresse: vorstand@buergervereinigung-landsberg.de
3. Oktober 2009 - Nationalfeiertag
Die ehemalige „Romantische Strasse“ – der Erinnerungsweg durch das Rüstungsprojekt „Ringeltaube“ mit den Lagern des KZ-Kommandos Kaufering

Seit 30 Jahren begeht die Bürgervereinigung das Gedenken unseres Nationalfeiertages auf der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“. Zunächst am 17.Juni – den Aufstand in Berlin gegen die sowjetische Unterdrückung - heute am 3. Oktober zur Erinnerung an die friedliche Revolution und Wiedervereinigung unseres Vaterlandes.
Am 17. September 2009 wurde unter großer Anteilnahme von Kommunal - Regional – Landes - und Bundespolitikern das neue Stück der ehemaligen „Romantischen Strasse" am "Landsberger Kreisel" von Kloster Lechfeld bis Friedheim/Landsberg eröffnet. Auch die Bevölkerung durfte daran teilnehmen.
Dieses neue Teilstück der ehemaligen „Romantischen Strasse“ durchquert jetzt auf 26 Kilometern von der Gemeindegrenze Hurlach bis zur Gemeinde Seestall das ehemalige Rüstungsprojekt „Ringeltaube“ mit seinen 11 jüdischen Konzentrationslagern des KZ-Kommandos Kaufering.

Diese ehemalige "Romantische Strasse" durchtrennt gleichmäßig zu beiden Seiten diesen historischen Erinnerungsweg des 20. Jahrhunderts. Dafür mussten zunächst auf dem Boden der Gemeinde Hurlach die letzten Bodenreste des KZ - Kommandos Kaufering IX beseitigt werden wie auch andere denkmalgeschützte Bodenreste des KZ-Kommandos Kaufering zerstört wurden. Gleichmäßig liegen fünf jüdische KZ-Lager in südlicher Richtung nach Osten und nach Westen. Die drei Riesenbaustellen liegen mit ihren Bauten und Baugruben im Westen.
Entlang diesem Straßenprojekt führen jeweils aufgekieste Wege, die aus Unterhaltsgründen nötig wurden. Auf diesen Wegen kann man künftig den "Erinnerungsweg - Rüstungsprojekt “Ringeltaube“ – KZ-Kommando Kaufering“ einrichten.
Eine Arbeitsgruppe in Landsberg will diese Erinnerungsarbeit mit fast fünf Dutzend Hinweisschildern jetzt schultern! Ein lobenswertes Unterfangen, sich mit der jüngsten Landkreisgeschichte so intensiv auseinander zu setzen.
Am Samstag, den 3. Oktober 2009 (Nationalfeiertag) um 10.00 Uhr bietet die Geschäftsführung der „Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung“ eine gut dokumentierte Radtour an - mit Bildern und Luftaufnahmen - entlang der neuen ehemaligen „Romantischen Strasse“ durch das südliche Drittel dieser Straßenführung: der „Erinnerungsweg durch das Rüstungsprojekt „Ringeltaube“ und seiner jüdischen KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering“.
Es handelt sich um den Erinnerungsweg von 20 Kilometern. Ausgangspunkt ist der Parkplatz vor der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“ in Landsberg. Es werden bei dieser ersten Radtour vier verschiedene KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering mit vier/fünf verschiedenen jüdischen KZ-Friedhöfen und eine Großbaustelle angefahren. Die Dauer der Radtour beträgt zwei Stunden!
Um Pünktlichkeit wird ebenso gebeten wie um stabile Räder. Der Weg eignet sich auch bestens für Kinder und Jugendliche, da stets auf gekiesten Wegen und nur kurze Stücke auf geteerten wenig befahrenen Kreisstrassen geradelt wird! - Es ergeht herzliche Einladung!


13.09.2009
Tag des offenen Denkmales „Europäische Holocaustgedenkstätte“
Deutung und Führung durch die Spuren der Europäischen Holocaustgedenkstätte –Geschichte und Erinnerung am Ort des Holocaust von 1944/1945
Im Jahre 2009 wurde die "Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung" gegründet.
In diesem Jahr lädt zum ersten Mal das Präsidium der Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung alle interessierten Bürger aus nah und fern anlässlich des „Tages des Offenen Denkmals“ zu diesem Tag und einen Besuch ein. Die Organisation und Durchführung der Führungen und Veranstaltungen wird von der mit der Geschäftsleitung beauftragen "Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert" übernommen.
Die Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung hat folgende Führungen und Veranstaltungen an diesem Tag anzubieten:
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Um 14.00 wird es eine fachkundige Führung durch die Europäische Holocaustgedenkstätte mit ausführlichen historischen und archäologischen Darlegungen der Spuren von einer Stunde angeboten. Vorstandsmitglieder wurden als Geschäftsführung von der Stiftung beauftragt die historischen, bautechnischen, archäologischen Spuren den Besuchern ebenso zu erklären, wie diese auch in den Zusammenhang mit der heutigen und zukünftigen Erinnerung an dieses Weltereignis in Landsberg zu deuten sich bemühen. In gleicher Weise wird der „Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ mit seinen sechs Basaltsäulen von der Erpftingerstrasse zur Europäischen Holocaustgedenkstätte erklärt.
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Von 14.00 bis 17.00 wird es möglich sein, auf einer vorgegebenen Führungslinie sich die einzelnen Bestandteile der Europäischen Holocaustgedenkstätte eigenständig zu erarbeiten und kennen zu lernen.
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Ab 17.00 – der Schließung der Europäischen Holocaustgedenkstätte - wird eine Radtour durch die drei jüdischen KZ-Kommandos – Kaufering VII, Kaufering I, und Kaufering XI - und deren Spuren und Reste mit den entsprechenden Hinweistexten auf dem Stadtgebiet von Landsberg angeboten. Das SS-Arbeitslager und KZ-Kommando Landsberg – auf dem Penzinger Flugplatz - kann aus militärischen Gründen in diese Radtour nicht einbezogen werden.
Es ist unerlässlich, den Besuch dieser Veranstaltungen aus der Sicht des Präsidiums der Stiftung aus Haftungsgründen und wegen der zu gewährleistenden Verkehrssicherungspflicht anzumelden.
Dies kann bis spätestens Freitag, den 11.09.2009 sowohl unter der Telefonnummer 08191/ 22 380 als auch an die durch Stiftung Europäische Holocaustgedenkstätte beauftragte Geschäftsführung erfolgen. E-Mail: vorstand@buergervereinigung-landsberg.de
Wie können Sie die Europäische Holocaustgedenkstätte erreichen? Im Routenplaner die genannte Adresse eingeben und sie erhalten die entsprechende Auskunft! Vor dem Zugang befindet sich Fahne der europäischen Denkmalstiftung!

Ort der Geschichte mit den letzten Tonröhrenbauresten der Gedenkstätte

Ort der Erinnerung mit den Gedenksteinen von 11 europäischen Staatsmännern
Hoher Besuch aus der Slowakei
Am 20. Mai 2009 legten drei Vertreter der jüdischen Gemeinden der Slowakei darunter der Präsident des Zentralrats Tomas Lang gemeinsam mit dem slowakischen Generalkonsul Frantisek Zemanoviè und Konsul Juraj Kliment einen Kranz auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte am Gedenkstein der slowakischen Republik nieder.

"Mitglieder der jüdischen Gemeinden der Slowakei und zwei Vertreter des Generalkonsulats der Republik Slowakei aus München vor einem der historischen KZ-Frauen-Erdbunker (von links nach rechts)"

„Die Delegationen auf dem Weg zum Gedenkstein der Republik Slowakei“
Der vom slowakischen Staatspräsidenten Ivan Gasparovic im Gedenken an die hier ermordeten Juden aus der Slowakei wurde am 5. Mai 2005 unter Anwesenheit des Leiters der slowakischen Staatspräsidentenkanzlei, Professor Cic, übergeben: eine Stele in Form eines in den Himmel ragenden Davidsterns. Jetzt legten die Vertreter der jüdischen Gemeinden, die bereits damals an der feierlichen Enthüllung des Gedenksteins teilnahmen gemeinsam mit den Vertretern des slowakischen Generalkonsulats einen Kranz in ihren Landesfarben vor dieser Stele nieder. Die jüdischen Gäste hinterließen entsprechend der jüdischen Tradition des Trauerns und Gedenkens Steine auf der Konsole der Davidstele zurück.
Im Anschluss wurde den Gästen die einzelnen Gestaltungselemente der Europäischen Holocaustgedenkstätte erklärt: die Einheit der 12 Gedenksteine von europäischen Staatspräsidenten, die archäologischen Spuren der ehemaligen Erdhütten am Ort des Verbrechens – und der „Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ zur Gedenkstätte. Mit besonderem Interesse verfolgten sie die Führung durch die KZ-Erdbunker und die Erklärung ihrer Bauweise und Entstehung.
Ein weiteres Thema war die Tatsache,, dass in der Slowakei eines der sieben Kinder, die im Februar und März 1945 im KZ-Kommando Kaufering I in Landsberg geboren wurden, mit seiner Mutter heute in der Slowakei lebt und diese Frau bald diesen ihren "Geburtsort" hier besuchen und kennenlernen möchte.
Der slowakische Generalkonsul fand zum Abschluss bewegende Worte für die von Bürgern geleistete Erinnerungsarbeit auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte. Für die Zukunft wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten vereinbart.

„Generalkonsul F. Zemanoviè und Konsul J. Kliment der Republik Slowakei nach der Kranzniederlegung"

„Delegation des Zentralrates der Juden der Republik Slowakei vor dem Gedenkstein des Staatspräsidenten I. Gasparovic"

„Der Kranz der Republik Slowakei vor dem Gedenkstein"
27. April 2009
Gedenkfeier zur Erinnerung an den 64. Jahrestag der Befreiung der Vernichtungslager des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering und des „SS-Arbeitslagers-Landsberg“
Um 15.00 am Sonntag, den 26. April 2009 auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte mit anschließender Führung

Eingestürzter KZ-Bunker auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte im Februar 2009
Die Gedenkfeier wird auf vielfachen Wunsch von Teilnehmern organisatorisch auf den Sonntag, den 26.April 2009 um 15.00 vorverlegt
Am 27. April 1940 hat der „Reichsführer der SS“ Heinrich Himmler die Errichtung des KZ- Lagers Auschwitz angeordnet. Am 27. April 1945 wurden die jüdischen KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering und das „SS-Arbeitslager Landsberg“ mit 360 französischen Widerstandskämpfern befreit. Dies ist das endgültige Ende des Holocaust und der Unterdrückung europäischer Demokraten in den KZ-Lagern.
Vor dem Gedenkstein der amerikanischen und französischen Befreier mit der Traditionsfahne der amerikanischen 103. Infanteriedivision wird dieser Befreiung und ebenso der Rückgabe der von der SS in diesen KZ-Lagern zerstörten Menschenwürde gedacht.
Im vergangenen Jahr 2008 waren drei der Kinder des Gauamtsstabsleiters Bertus Gerdes anwesend. Ihr Vater hat durch seine Weigerung eines Befehles aus dem Reichssicherheitshauptamt die absolute Vernichtung aller jüdischen KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering und der jüdischen KZ-Lager von Mühldorf durch Vergiftung den Tod von 14.500 jüdischen KZ-Häftlingen verhindert.
Der „Weg der Menschenrechte und der Menschenwürde“ wird so auch an diesem Gedenktag der Befreiung dieser KZ-Lager mit Leben für die Zukunft am Ort des Verbrechens des Holocaust und mit einem Auftrag an die kommenden Generationen erfüllt.
So werden die beiden Elemente der Europäischen Holocaustgedenkstätte symbolhaft zusammengeführt: „Der Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ und der „Ort des Verbrechens“. Die Erinnerung an die Vergangenheit des Holocaust und die Aufgabe für die Gegenwart und Zukunft im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Totalitarismus.
Den Befreiern zu Ehren wird die amerikanische und französische Flagge neben der des Staates Israels gehisst. Dort haben zahlreiche jüdische Überlebende aus dem KZ-Kommando Kaufering eine neue Heimat nach dem Holocaust gefunden.
Es ergeht herzliche Einladung an alle Bürger, besonders an die in religiöser, politischer und gesellschaftlicher Verantwortung stehenden Mitbürger.
Aus gegebenem Anlass und wegen wiederholter Nachfragen wird erneut darauf hingewiesen, dass an jedem ersten Samstag im Monat um 10.00 eine Führung durch die „Europäische Holocaustgedenkstätte“ angeboten wird. Vorherige Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen unter der Adresse:
vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder telefonisch unter 08191/22 380 erforderlich. Ausgenommen ist der Monat August!
27. Januar 2009
Internationaler Holocaustgedenktag der Vereinten Nationen
Gedenkfeier der Solidarität zum 64. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 durch sowjetische Armeeeinheiten
Dienstag, den 27. Januar 2009 um 16.00, im Gedenkraum eines der Frauen – KZ -Erdbunker der Europäischen Holocaustgedenkstätte
(Parkmöglichkeit vor der Gedenkstätte! Je nach Witterung ist eine Führung möglich!)

„Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ mit dem Symbol: Die Familie - im Winter 2008
Am 10.Dezember 2008 wurde an den 60. Jahrestag der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ durch die Vereinten Nationen erinnert. Die Bürgervereinigung hatte zu einer Gedenkfeier auf dem „Weg der Menscherechte und Menschenwürde“ eingeladen. Bei dieser Gedenkfeier standen die Worte des französisch -jüdischen Diplomaten deutscher Herkunft und Überlebenden des KZ-Kommandos Buchenwald Stéphane Hessel (91 Jahre), der an der Entstehung der Menschenrechtscharta aktiv mitwirkte im Mittelpunkt:“ Kein Zweifel, die Unterzeichnung dieser Resolution am 10.Dezember 1948, hier in Paris, ist der Moment des 20. Jahrhunderts. Ohne den Schock des Holocaust wäre er nicht möglich gewesen(…)Es war der Sieg einer neuen, anderen Vision des Menschen und der Gesellschaft. Für die heutige Generation sind Menschenrechte und rechtsstaatliche Demokratie selbstverständlich. Aber als ich jung war, galt Demokratie als eine Regierungsform unter vielen, und die Menschenrechte galten als eine Fußnote in der Geschichte der Französischen Revolution. Seit dem 10.12.1948 steht fest: Nur solche Staaten und Regierungen sind legitim, die ihre Herrschaft vom Schutz der Menschenwürde ableiten“ .
Am 27.Januar 2009 gedenken wir gemeinsam mit den Vereinten Nationen des Internationalen Holocausttages am Ort des Verbrechens. In den elf jüdischen Lagern des KZ-Kommandos Kaufering dauerte die Menschenvernichtung noch weitere drei Monate, bis die alliierten Truppen diese jüdischen KZ-Häftlinge am 27.April 1945 befreiten. An diesem historischen Ort wird allen verständlich, welche Leiden und Qualen diese jüdischen KZ-Häftlinge bei den bayerischen winterlichen Temperaturen noch zu durchleiden hatten und nur wenige diese Erniedrigung/Katastrophe/Shoah überleben konnten.

Die „Europäische Holocaustgedenkstätte“ im Januar 2009
Die Bürgervereinigung will nach den Demonstrationen von Mitbürgern auf dem Hauptplatz in Landsberg 2008 hier ein weiteres positives Signal setzen, dass wir als Bürger nicht nur auf gerichtlich genehmigte Versammlungen auf nationalistisches Gedankengut reagieren, sondern dass wir uns in steter Erinnerung an den Holocaust und die Zerstörung der Menschenwürde vor den Toren Landsbergs versammeln. Es soll der wegen einer menschenverachtenden Rassenideologie ermordeten jüdischen Mitmenschen gedacht werden, damit wir in der Zukunft gegen antisemitische und rassistische Parolen und Demonstrationen nicht schweigen dürfen! Wir wollen nicht kleinmütig reagieren, sondern selbst uns aktiv in diesen „Internationalen Gedenktag“ einreihen.
An alle Bürger, die „guten Willens sind“ (Viktor E. Frankl), an alle Mandatsträger und Pfarrer und besonders an unsere jungen Mitbürger ergeht eine herzliche Einladung, gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der Bürgervereinigung diesen Tag mit Leben für die Zukunft erfüllen. Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erbeten: E-Mailadresse vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon 08191/22 380.
Pressemitteilung zu den rechtsextremistischen Demonstrationen in Landsberg – zuletzt am 29.11.2008
2000 Bürger – vor allem aber die junge Generation in Landsberg - haben durch Ihre Demonstration am 29.11.2008 öffentlich gezeigt, daß sie sehr wohl in der Lage sind mit der Geschichte Landsbergs unverkrampft umzugehen und sich aus dieser Verantwortung heraus politisch zu artikulieren. „Landsberg wehrt sich“ war nicht nur eine Parole sondern ein Lehrstück gelebter Demokratie. Die Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert dankt allen Teilnehmern und Organisatoren für ihr Engagement und ihre Zivilcourage, trotz aller Widrigkeiten. Nicht ohne Stolz sehen wir, daß unser 25-jährges Bemühen um die Erforschung und Aufarbeitung der Landsberger Zeitgeschichte vor allem bei Landsbergs Jugend nicht wirkungslos geblieben ist.
Daß sowohl der Kriegsverbrecherfriedhof (WCPL Nr. 1), als auch der Landsberger Hauptplatz symbolhafte Orte - auch im Sinne des neuen Bayerischen Versammlungsgesetzes- sind, kann von uns historisch belegt werden. Wenn der Bayerische Verwaltungsgerichtshof – noch dazu in einem Eilverfahren – zu einem anderen Ergebnis kommen mußte, so liegt dies daran, daß er die historischen Fakten nicht kannte oder verkannte. Ein Gericht entscheidet auf Grund der ihm vorgelegten Fakten, und der geistige Wechsel des offiziellen Landsberg, das immer nur ein „Ort wie jeder andere“ und nur „durch Zufall wichtig“ sein wollte zum „symbolhaften Ort“ im Nationalsozialismus ist schwierig und mit Emotionen belegt.
Die rechtsextremistische Szene Bayerns ist nach dem Versammlungsverbot in Wunsiedel auf der Suche nach neuen symbolträchtigen Aufmarschbasen für Ihre „Veranstaltungen“
Die Bürgervereinigung hat daher - in Ergänzung zu unserem Verbotsantrag beim Landratsamt Landsberg vom 9.11.2008 - die Bayerischen Staatsregierung ersucht, Hauptplatz sowie Kriegsverbrecherfriedhof in die Liste der geschützten Orte (u.a. Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, Feldherrnhalle und Königsplatz in München, Obersalzberg, etc.) mit symbolhaftem Charakter aufzunehmen. In der Hoffnung, daß wir uns mit unserem Anliegen noch vor der nächsten rechtsextremistischen Demonstration im Mai nächsten Jahres durchsetzen können, bauen wir auf die Unterstützung der Bürger, des Einzelhandels und der Bayerischen Staatsregierung.
Zur 60. Wiederkehr der Verkündigung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ am 10. 12.1948 in Paris
Am Mittwoch, den 10. Dezember 2008 um 16.00 findet ein Gedenken zur „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ am 10.12.1948 der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris auf dem von der Bürgervereinigung im 20. Jahrhundert errichteten „Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ vor der Europäischen Holocaustgedenkstätte statt.
Dort stehen seit Jahren 6 Basaltsäulen in drei Gruppierungen. Eine Dreiergruppe erinnert an die Familie, ein einzelner Basaltstein an das Individuum und eine Zweiergruppe an die Solidarität. Diese Basaltsteine stehen für drei weltweit geltende Grundwerte der Menschheit.
Einige Überlebende des Holocaust und der Konzentrationslager haben daran mitgewirkt.
Der französisch -jüdische Diplomat deutscher Herkunft und Überlebende aus dem KZ-Kommando Buchenwald Stéphane Hessel (91 Jahre), der an der Entstehung der Menschenrechtscharta aktiv mitwirkte, sagte 1998 über die Bedeutung dieser Erklärung:
“Kein Zweifel, die Unterzeichnung dieser Resolution am 10.Dezember 1948, hier in Paris, ist der Moment des 20. Jahrhunderts. Ohne den Schock des Holocaust wäre er nicht möglich gewesen(…) Als der Krieg zu Ende war, dachten wir: Entweder geht jetzt die Welt unter oder es kommt etwas ganz Neues. Und was war dieses Neue? Es war der Sieg einer neuen, anderen Vision des Menschen und der Gesellschaft. Für die heutige Generation sind Menschenrechte und rechtsstaatliche Demokratie selbstverständlich. Aber als ich jung war, galt Demokratie als eine Regierungsform unter vielen, und die Menschenrechte galten als eine Fußnote in der Geschichte der Französischen Revolution. Seit dem 10.12.1948 steht fest: Nur solche Staaten und Regierungen sind legitim, die ihre Herrschaft vom Schutz der Menschenwürde ableiten“.
Es ergeht an alle Bürger, und besonders an unsere jungen Mitbürger diese herzliche Einladung. Gemeinsam werden die Präambel und einige Artikel dieser Erklärung, die sich auf diesen historischen Ort beziehen, vortragen; anschließend eine kleine Diskussion, was und wie wir heute dazu beitragen können, dass sie überall verwirklicht werden können!

„Der Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ der europäischen Holocaustgedenkstätte
9. November 2008
Gedenkfeier zur 70. Wiederkehr der Reichspogromnacht
25. Jahrestag der Gründung der Bürgervereinigung „Landsberg im 20. Jahrhundert“ auf Initiative des verstorbenen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß
Sonntag, den 9. November 2008 um 15.00 in einem der KZ-Frauenerdbunker

„Der Landkreis Landsberg ist judenrein“
Ausschnitt aus der „Landsberger Zeitung“ vom 11. November 1938 anlässlich der Reichskristallnacht
Mit diesen Worten hat die Bevölkerung des Landkreises Landsberg und der Stadt von der lokalen Bedeutung der Reichskristallnacht erfahren. Dieser Weg der Vertreibung der Landsberger Juden, die keine Synagoge besaßen, reicht weit zurück!
Es sollen die historischen Verbindungslinien vom christlichen Antijudaismus der Kirche im Mittelalter (Stadtpfarrkirche) über den städtischen Landsberger Protest „Schach den Juden“ aus dem Jahre 1848, dem Jahr der Paulskirchenverfassung, in Landsberg dargelegt werden. Es werden die Verwandlung des christlichen Antijudaismus in den rassistischen Antisemitismus des Jahres 1923 mit einer Neuauflage des Protestes „Schach den Juden“ und den die jüdische Bevölkerung betreffenden Teilen aus Hitlers „Mein Kampf“ aus Festungshaft in Landsberg (1924) hin zu der Reichspogromnacht in der Stadt Landsberg 1938 und der todbringenden Aussage vom 11.11.1938 der Lokalzeitung „Der Landkreis Landsberg ist judenrein“ thematisiert. Auf der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“ wird das tödliche Ende dieser Entwicklung konkret sichtbar.
Übergabe einer Gedenkeinheit für 471 namenlose jüdische KZ-Häftlinge, die am 25. Oktober 1944 vom Appellplatz des KZ-Kommandos Kaufering VII über den sogenannten "geschichtsträchtigen KZ-Bahnhof Kaufering" als kranke und arbeitsunfähige Häftlinge in die Gaskammern von Auschwitz-Birkenau überstellt wurden.
Einzig die Bewahrung der „Menschenrechte und Menschenwürde“ kann uns vor künftigen antisemitischen und rassistischen Entwicklungen und dem Totalitarismus bewahren! So wird der innere Zusammenhang zwischen der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“ und dem „Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ für jeden Besucher erkennbar!
Eine Führung durch die „Europäische Holocaustgedenkstätte“ im Anschluss an die Gedenkfeier ist möglich! Anmeldung für diese Führung ist unbedingt erforderlich unter der E-Mailadresse
vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon 08191/22 380
3. Oktober 2008
Besuchermöglichkeit der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“ zum Nationalfeiertag mit Führung um 10.00

Gedenkstein für 471 Namenlose in die Gaskammern von Landsberg nach Auschwitz
Führung und Erklärung zunächst des „Weges der Menschenrechte und Menschenwürde“ mit seinen drei Basaltsteineinheiten: Familie - Individuum - Solidarität - hin zur „Europäischen Holocaustgedenkstätte“
Dort Erklärung der in den letzten Jahrzehnten erforschten archäologischen Spuren der Baugeschichte und der Gedenksteinanordnung der europäischen Staatspräsidenten.
Deutung des letzten Transportes von 471 jüdischen KZ-Häftlingen von Kaufering VII in die Gaskammern von Auschwitz am 25.Oktober 1944
Freie Möglichkeit die Gedenkstätte entlang einer Führungslinie durch „entdeckendes Lernen“ zu erfahren Die Gesamtanlage eignet sich mit ihrer Führungslinie hervorragend für „entdeckendes Lernen“ in der historischen Erwachsenenbildung und für Jugendliche aller Schularten.
14.09.2008
Tag des offenen Denkmales „Europäische Holocaustgedenkstätte“
Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering
Seit 1983 hat es sich die Bürgervereinigung “Landsberg im 20. Jahrhundert“ zur Aufgabe gestellt, die letzten Reste des jüdischen KZ-Kommando Kaufering VII zu erforschen und zu bewahren.
Daraus ist die „Europäische Holocaustgedenkstätte“ entstanden. Eine Gedenkstätte von internationaler Bedeutung.
Auf die Initiative der Bürgervereinigung wurden im Jahre 1983 die Reste des KZ-Kommandos Kaufering als Gesamtensemble unter Denkmalschutz gestellt. Jedoch hat nur die Bürgervereinigung ihren Teil von Gestrüpp und Unrat freilegt und in einen würdigen Zustand versetzt. Der andere Teil gehört der Stadt Landsberg, die in all diesen Jahren nichts für die Rettung dieses KZ-Kommandos getan hat. Das Areal der SS-Wachmannschaften war in verschiedenen Händen von Privatbesitzern.
Das Gesamtensemble des KZ-Kommandos Kaufering VII – mit der Lagerstrasse, Wachturmreste, den SS-Bauten - wird seit dem Jahr 2007 systematisch durch den Bau der Bundesstrasse 17 um Landsberg zerstört.
Das Areal der Bauten der SS-Wachmannschaften mit 50 bis 100 SS-Männern hatte die gleiche Quadratmeterfläche wie das KZ-Lager Kaufering VII mit 3500 jüdischen KZ-Häftlingen aus 25 europäischen Nationen. Erst jetzt wird der durch diesen Straßenbau entstandene Schaden sichtbar. Im Frühjahr 2008 wurde die Toilette der SS -Wachmannschaften zerstört und neben der Bundestrasse als Betonbrocken abgelagert.


Freigelegter archäologischer Bauteil der SS-Wachmannschaften 1944/45- Zerstörte Archäologiereste vor der Brücke über die B 17 (2008)
Die Bürgervereinigung hat auf der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“ seit zwei Jahrzehnten vorsichtig die archäologischen Spuren der damaligen Erdhütten, der Sanitärbaracken und Abfallgruben durch systematische Pflege herausgearbeitet. Sie hat sich in dem gleichen Zeitraum darum bemüht, die einmaligen KZ-Erdbunker für die jüdischen Häftlinge aus Tonflaschen zu retten. Eine staatliche, städtische Hilfe wurde ihr nie gewährt.
Am „Tag des Offenen Denkmales“ sollen den interessierten Besuchern die Forschungsergebnisse von zwei Jahrzehnten vorgestellt werden: Wer hat diese eigentümlichen Bauten errichtet? Woher stammen die Vorbilder für diese Bauweisen? Die Erdhütten haben ihr Vorbild in den „Feldbaracken“ der Organisation Todt aus Russland-Nord – die Erdbunker in der französischen Bauweise der 40er Jahren des letzten Jahrhunderts in Südfrankreich für algerische Flüchtlinge.
Die Baugeschichte der 11 jüdischen KZ-Lager von Kaufering anhand der Archäologie und der erfolgreichen Bauforschung wird zum ersten Mal vor Ort exemplarisch vorgestellt werden.

Archäologie im Winter 2008 auf der Holocaustgedenkstätte: Bodenspuren der Erdhütten – KZ-Erdbunker in Flaschenbauweise.
Öffnung von 10.00 bis 16.00 - Führungen: 11.00 und 14.00 - Nach 16.00 abschließende Radtour durch die drei jüdischen KZ-Lager in der Stadt Landsberg.
Anmeldungen für die jeweiligen Termine sind aus Organisationsgründen unbedingt erforderlich: vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon/Fax 08191/ 22 380.
27. April 2008
Gedenkfeier zur Erinnerung an den 63. Jahrestag der Befreiung der Vernichtungslager des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering /Landsberg
Um 15.00 am Sonntag, den 27. April 2008 auf der "Europäischen Holocaustgedenkstätte" mit anschließender Führung.

Davidstern aus dem Originalstacheldrahtzaun der Gedenkstätte in einem der Frauen-KZ-Erdbunker
Am 27.April 1945 wurden die jüdischen KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering/Landsberg befreit. Dies ist erst das endgültige Ende des Holocaust. Vor dem Gedenkstein der amerikanischen und französischen Befreier mit der Traditionsfahne der amerikanischen 103. Infanteriedivision wird dieser Befreiung und ebenso der Rückgabe der von der SS in diesen KZ-Lagern zerstörten Menschenwürde gedacht.
An diesem Tag wird nach jahrzehntelanger ehrenamtlicher Erinnerungsarbeit in Anwesenheit von amerikanischen Befreiern und den Kindern des Mannes, der durch seine Weigerung eines Befehles aus dem Reichssicherheitshauptamt die absolute Vernichtung aller jüdischer KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering durch Vergiftung den Tod von 14.500 jüdischen KZ-Häftlingen verhinderte. Der „Weg der Menschenrechte und der Menschenwürde“ wird auf diese Weise mit Leben für die Zukunft am Ort des Verbrechens des Holocaust und mit einem Auftrag an die kommenden Generationen erfüllt.
Auch in diesem Jahr werden die beiden Elemente der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“ der „Weg der Menschenrechte und Menschenwürde“ und der „Ort des Verbrechens“ symbolhaft zusammengeführt: die Erinnerung an die Vergangenheit und die Aufgabe für die Gegenwart und Zukunft gegen Rassismus, Antisemitismus und Totalitarismus.
Es ergeht herzliche Einladung an alle Bürger, besonders an die in religiöser, politischer und gesellschaftlicher Verantwortung stehenden Mitbürger.
Den Befreiern zu Ehren wird die amerikanische und französische Flagge neben der des Staates Israels zu Ehren des 60. Gründungstages und Europas für den Einsatz für die Menscherechte auf der "Europäischen Holocaustgedenkstätte" gehisst!

Europäische Holocaustgedenkstätte: „Eine klaffende Wunde – Steine der Erinnerung – Steinerner Kaddish“
Aus gegebenem Anlass und wegen wiederholter Nachfragen wird erneut darauf hingewiesen, dass an jedem ersten Samstag im Monat um 10.00 eine Führung durch die „Europäische Holocaustgedenkstätte“ angeboten wird. Vorherige Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen unter der Adresse: vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder telefonisch unter 08191/22380 erforderlich. Ausgenommen ist der Monat August!
27. Januar 2008
Internationaler Holocaustgedenktag
Gedenkfeier der Solidarität zum 63. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 durch sowjetische Armeeeinheiten
Am Sonntag, den 27. Januar 2008 um 15.00, im Gedenkraum des Frauen - KZ-Erdbunkers der Europäischen Holocaustgedenkstätte. Parkmöglichkeit vor der Gedenkstätte! Je nach Witterung ist eine Führung möglich!
Der letzte Transport, der sich aus fünf Lagern des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering nach Auschwitz-Birkenau am 25. Oktober 1944 zusammensetzte, bestand aus 1020 jüdischen arbeitsunfähigen Häftlingen. Laut einer Begleitliste war fast die Hälfte dieser jüdischen KZ-Häftlinge aus dem KZ-Kommando Kaufering VII.

Zusammenstellung der arbeitsunfähigen Häftlinge aus 5 Lagern des KZ-Kommandos Kaufering nach dem KZ-Auschwitz zum Vergasen am 25.Oktober 1944 als Nachricht an die KZ-Kommandantur Dachau
Während von den anderen vier KZ-Lagern die Personenlisten im Archiv in Auschwitz aufgefunden werden konnten, ist die Personenliste von Kaufering VII trotz intensiver Bemühungen bis heute nicht gefunden worden, obwohl sowohl die KZ-Kommandantur Dachau davon eine Unterlage besitzen müsste als auch das KZ-Vernichtungslager Auschwitz. Die Bürgervereinigung hat sich entschlossen, für diese 471 namenlosen jüdischen KZ-Häftlinge, die auf dem Appellplatz von Kaufering VII noch einen Namen hatten einen Gedenkstein zu errichten und neben den uns bekannten ermordeten Häftlingen zu stellen.

Gedenkstein für die 471 namenlose jüdische Häftlinge auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte neben dem Gedenkstein des im Februar 1945 an Typhus gestorbenen Alexander Kratz aus Chust
Der enge Zusammenhang zwischen dem jüdischen KZ-Kommando Kaufering und dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ist der Anlass, dass die Bürgervereinigung diesen Tag in Solidarität der Befreiung von Auschwitz in Würde begeht. Dieser letzte Auschwitz-Transport ist der Ausdruck des nationalsozialistischen Totalitarismus gegen die jüdischen Menschen in ganz Europa. Die deutsch-amerikanische, jüdische Philosophin Hannah Arendt nannte diesen Vorgang das Überflüssigmachen von Menschen. Jüdische Kinder waren zuerst überflüssig, dann kamen die erschöpften und ausgemergelten/ ausgebeuteten jüdischen Männer. Die Philosophin Arendt forderte uns auf, dass es nur eine Haltung gegenüber diesem Totalitarismus geben kann: Die Mitmenschen heute an der aktuellen Politik zu beteiligen und sie nicht überflüssig zu machen.
In den elf jüdischen Lagern des KZ-Kommandos Kaufering dauerte die Menschenvernichtung noch weitere drei Monate, bis die alliierten Truppen diese jüdischen KZ-Häftlinge am 27.April 1945 befreiten. An diesem historischen Ort wird uns allen verständlich, welche Leiden und Qualen die jüdischen KZ-Häftlinge bei den bayerischen winterlichen Temperaturen zu durchleiden hatten und nur wenige diese Erniedrigung/Katastrophe/Shoah überleben konnten.
9. November 2007
Gedenkfeier zur 69. Wiederkehr der Reichspogromnacht
16.30 in einem der KZ-Frauenerdbunker

Aufnahme eines ehemaligen Frauen KZ Bunkers (Aufnahme aus dem Jahr 2000)
Es sollen die historischen Verbindungslinien vom Antijudaismus der Kirche im Mittelalter (Stadtpfarrkirche) über den Protest Schach den Juden aus dem Jahre 1848 in Landsberg vorgestellt werden. Die Verwandlung dieses Antijudaismus in den Antisemitismus des Jahres 1923 mit einer Neuauflage des Protestes Schach den Juden und den die jüdische Bevölkerung betreffenden Teilen aus Hitlers Mein Kampf aus Festungshaft in Landsberg (1924) hin zu der Reichspogromnacht in der Stadt Landsberg 1938 und der todbringenden Aussage vom 11.11.1938 der Lokalzeitung Der Landkreis Landsberg ist judenrein thematisiert werden. An diesem Ort wird das tödliche Ende dieser Entwicklung konkret sichtbar. Nur die Bewahrung der Menschenrechte und der Menschenwürde kann uns vor künftigen antisemitischen Entwicklungen und dem Totalitarismus bewahren!
Bei gutem Wetter ist eine Führung durch die Europäische Holocaustgedenkstätte möglich! Anmeldung für diese Führung schon um 16.00 ist erforderlich unter der E-Mailadresse vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon 08191/22 380
Landsberg –„Stadt der Jugend“
19. September 1937 – Landsberg wird „Stadt der Jugend“ - 70 Jahre Erinnerung an dieses historische Ereignis - Jugendarbeit unter der nationalsozialistischen Diktatur - Jugendarbeit in der Demokratie
Seit 25 Jahren engagiert sich die Bürgervereinigung um die Aufarbeitung der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Landsberg. Schon im September 1987 gestaltete sie zur 50. Wiederkehr der Erhebung „Landsbergs –Stadt der Jugend“ ein interessantes Programm.
Es sprachen:
1. - Der Redakteur Heiner Lichtenstein (Köln) „Faszination der Diktatur –Auswirkungen auf Jugendliche – Jugendliche im Dritten Reich“.
2. - Der Wiener Autor Peter Sichrovsky las aus seinem Werk: „Schuldig geboren –Kinder aus Nazifamilien“ mit anschließender Diskussion.
3. - Ein Gespräch zwischen einem ehemaligen Hitlerjugendführer und dem Mitglied der „Weißen Rose“ Franz-Josef Müller (München)
4. - Vorführung des Dokumentarfilmes aus dem Jahre 1938 „Der Marsch zum Führer“ und einer Diskussion „Jugend unter der Fuchtel des Staates – Jugend in der Demokratie“
5. - 14 Tage wurden 15 historische Tafeln aus Zeitungsartikeln der „Landsberger Zeitung“ 1937/38 zu diesem Ereignis ausgestellt.
1993 verlegten wir ein „Themenheft zur Landsberger Zeitgeschichte“ mit dem Titel“„Der nationalsozialistische Wallfahrtsort“ Landsberg: 1933 -1937: Die „Hitlerstadt“ wird zur „Stadt der Jugend“.
Unsere Veranstaltungen, sowie unsere Publikation fanden überregionale Beachtung - vor Ort wurden sie jedoch von offiziellen Vertretern der Politik, der Jugendverbände und den Kirchen ignoriert. Heute im 21. Jahrhundert stellten wir uns die Frage, wie wohl der Oberbürgermeister, Stadtrat, Interessensvertreter der Jugendverbände und Kirchen der ehemaligen „Stadt der Jugend“ anläßlich des 70. Jahrestages „der Erhebung Landsbergs zu drittwichtigsten Stadt des Reiches“ mit der Aufarbeitung der Geschichte vor der eigenen Haustüre umgehen werden. Was würde diese Stadt an historischer Aufarbeitung den Bürgern und vor allem unser Jugend anbieten?
Die Antwort ist erschreckend einfach: Nichts!
Daher haben wir uns entschlossen, diesen Themenkreis unseren Lesern mit Dokumenten und Aufsätzen anlässlich des 70. Jahrestages der „Erhebung Landsbergs zur „Stadt der Jugend“ wesentlich zu erweitern. Inzwischen haben wir auch unsere technischen Möglichkeiten erweitert und können Ihnen einen Filmausschnitt aus dem Propagandafilm „Der Marsch zum Führer“ (Abschlußkundgebung in Landsberg) auf unserer Webseite anbieten. Für uns geht es auch vor allem um die geistige Auseinandersetzung mit dem immer mehr überhand nehmenden rechtsextremen Gedankengut. Wir sehen es als unsere Bürgerpflicht an, dass wir auf dem historischen Hintergrund uns heute mit den geistigen Wurzeln des Rechtsextremismus auseinandersetzen und uns nicht einfach kritiklos mit den Aufrufen zum Verbot rechtextremistischer Parteien solidarisieren.
Wer sich nicht erinnert, ist gezwungen, die Vergangenheit nochmals zu erleben! In diesem Sinne stellen wir verschiedene Aufsätze und Möglichkeiten der historischen Auseinandersetzung für eine demokratische Jugendarbeit vor!
Gerne hätten wir auch mit Jugendgruppen den Film des Monats September 2007 – Jury der Evangelischen Filmarbeit - über die Erinnerungsarbeit in Auschwitz „Am Ende kommen die Touristen“ von Robert Thalheim im Vergleich mit dem „Marsch zum Führer“ angesehen und in Landsberg mit Jugendlichen diskutiert. Wo ist ein Ort zu finden? In der ehemaligen „Hitlerstadt“ Landsberg nach unserer Erfahrung nicht.
9.September 2007
Tag des offenen Denkmales

Gedenksteine der europäischen Staatspräsidenten für ihre Holocaustopfer

"Weg der Menschenrechte und Menschenwürde"
Die Europäische Holocaustgedenkstätte - ein Ort der Einkehr und des Gebets/Kaddisch
Geschichte und Erinnerung am Ort der Shoah: archäologische Spuren der Erdhütten/Waschbaracken und des KZ-Frauenlagers mit einer Führungslinie durch den Ort des Verbrechens. Erklärungen zum Weg der Menschenrechte/pflichten und Menschenwürde hin zum Ort des Verbrechens.
Öffnung/Führung: 10.00 - 13.00 - 15.00 mit abschließender Radtour durch die drei jüdischen KZ-Lager auf dem Boden der Stadt Landsberg
Anmeldungen für die jeweiligen Termine sind aus Organisationsgründen unbedingt erforderlich. E-Mailadresse vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon/Fax 08191/ 22 380
Tag des offenen Denkmales
Ort der Einkehr und des Gebets Historischer Sakralbau

Die Maria-Eichkapelle zwischen Landsberg und Erpfting

Deckenfresko von J.B. Baader genannt Lechhhansl
Die Enthauptung des Holofernes durch die Jüdin Judith
Maria-Eichkapelle Erpfting - zwischen Landsberg und Erpfting um 11.00 und 14.00
Ein Deckenfresko des Rokokomalers Johann Baptist Baader(Lechmühlen) am Weg von der Europäischen Holocaustgedenkstätte zum jüdischen KZ-Friedhof von Kaufering VII. ist im Zentrum dieser religiösen und kunsthistorischen Betrachtung.
Die alttestamentarische Darstellung von Judiths Tat am Vernichter des jüdischen Volkes mit ihren ikonographischen Bildelementen im Vergleich zu anderen thematisch gleichen Darstellungen von Baader zwischen dem Lech und dem Starnberger See.- Judith gilt als eine Vorläuferin Mariens - oder die Einbettung des Alten Testaments in das Neue Testament in einer katholischen Wallfahrtskapelle aus der Rokokozeit.
Erklärung und Führung in der Kirche um 11.00 und 14.00. Anmeldung erforderlich, da eine eigene Öffnungszeit von der Pfarrkirche Erpfting und seinem Kirchenpfleger ermöglicht wird unter der E-Mailadresse vorstand@buergervereingung-landsberg.de oder Tel/Fax 081919/22 380
3. Oktober 2007
Besuchermöglichkeit der Europäischen Holocaustgedenkstätte zum Nationalfeiertag um 10.00

Archäologische Spuren vor der ehemaligen KZ-Waschbaracke
Führung und Erklärung zunächst des Weges der Menscherechte und Menschenwürde mit seinen drei Basalteinheiten: Familie - Individuum - Solidarität - hin zur Europäischen Holocaustgedenkstätte
Dort Erklärung, der in den letzten Jahrzehnten erforschten archäologischen Spuren und der Gedenksteinanordnung der europäischen Staatspräsidenten.
Freie Möglichkeit die Gedenkstätte entlang einer Führungslinie durch entdeckendes Lernen zu erfahren Die Gesamtanlage eignet sich mit der Führungslinie hervorragend für entdeckendes Lernen in der historischen Erwachsenenbildung und für Jugendliche aller Schularten.
Anmeldung erbeten, um die entsprechenden Vorbereitungen treffen zu können unter der E-Mailadresse vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Tel/Fax 08191/ 22 380
27. April 2007
Gedenkfeier zur Erinnerung an den 62. Jahrestag der Befreiung der Vernichtungslager des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering /Landsberg
Um 14.00 am 27. April 2007 auf der "Europäischen Holocaustgedenkstätte" mit anschließender Führung.
Am 27.April 1945 wurden die jüdischen KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering/Landsberg befreit. Dies ist erst das endgültige Ende des Holocaust. Vor dem Gedenkstein der amerikanischen und französischen Befreier mit der Traditionsfahne der amerikanischen 103. Infanteriedivision wird dieser Befreiung und ebenso der Rückgabe der von der SS in diesen KZ-Lagern zerstörten Menschenwürde gedacht.
An diesem Tag wird nach jahrzehntelanger ehrenamtlicher Erinnerungsarbeit in Anwesenheit von jüdischen Vertretern aus Bayern der bisherige Weg des Leidens und der Hoffnung durch sechs symbolträchtige menschengroßen Basaltsäulen erweitert: die drei Anordnungen stehen für christlich-jüdische/universale Grundwerte: das Individuum - die Familie die Freundschaft. Sie werden der Öffentlichkeit übergeben. Es wird daraus der Weg der Menschenrechte und Menschenwürde.
Im vergangenen Jahr 2006 wurden auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte in archäologischer Kleinarbeit die gesamten Spuren dieses in der Trägerschaft der Bürgervereingung befindlichen Teiles des ehemaligen Lagers herausgearbeitet.
Europäische Holocaustgedenkstätte am Ort des Verbrechens der Dialog zwischen Geschichte und Erinnerung


In diesem Jahr werden die beiden Elemente der Europäischen Holocaustgedenkstätte der Weg der Menschenrechte und Menschenwürde und der Ort des Verbrechens zusammengeführt: die Erinnerung an die Vergangenheit und die Aufgabe für die Gegenwart und Zukunft gegen Rassismus, Antisemitismus und Totalitarismus.
Die Gedenkfeier muss auf 14.00 verlegt werden, damit unsere jüdischen Mitbürger an diesem Tag ihre religiösen Pflichten gegenüber dem Sabbatgebot erfüllen und daran teilnehmen können.
Es ergeht herzliche Einladung an alle Bürger, besonders an die in religiöser, politischer und gesellschaftlicher Verantwortung stehenden Mitbürger.
Den Befreiern zu Ehren wird die amerikanische und französische neben der Flagge Israels und Europas auf der "Europäischen Holocaustgedenkstätte" gehisst!
Aus gegebenem Anlass und wegen wiederholter Nachfragen wird erneut darauf hingewiesen, dass an jedem ersten Samstag im Monat um 10.00 eine Führung durch die Europäische Holocaustgedenkstätte angeboten wird. Vorherige Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen unter der Adresse: vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder 08191/22 380 unbedingt erforderlich. Ausgenommen ist der Monat August!
Weg der Menschenrechte/Menschenpflichten und der Menschenwürde


Wenn wir die Zeichen aufgeben, verlieren wir die Orientierung!
Weisheit eines Karthäusermönches aus der Grande Chartreuse bei Grenoble.
27.Januar 2007
Internationaler Holocaustgedenktag
Gedenkfeier der Solidarität zum 62. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27.Januar 1945 durch sowjetische Armeeeinheiten.
Um 16.30 am 27. Januar 2007 in einem KZ-Erdbunker der Europäischen Holocaustgedenkstätte. Je nach Witterung Führung möglich!
Mit dem ersten Kindertransport im Juli 1944 11 -14 jähriger 140 männlicher Jugendlicher aus dem KZ-Kommando Kaufering I begann die Deportation von Kauferinger jüdischen KZ-Häftlingen in die Gaskammern von Auschwitz-Birkenau. Diese Kinder waren mit ihren Vätern aus Litauen über das KZ-Lager Stutthof nach Kaufering gekommen. Nur wenige von diesen Kindern überlebten diesen Todestransport. Anschließend wurden die Selektionen in den Kauferinger jüdischen KZ-Lagern einschließlich des Waldlagers V bei Mühldorf - in drei Zügen nach Auschwitz rücküberstellt: im August 1944 im September 1944 - im Oktober 1944. Trotz intensivster weltweiter Forschungen ließen sich im vergangenen Jahr nicht die Personenlisten des letzten Transportes von Kaufering VII mit 471 Häftlingen auffinden. Diese Transporte waren der Ausdruck des nationalsozialistischen Totalitarismus gegen die jüdischen Menschen in ganz Europa. Die deutsch-amerikanische jüdische Philosophin Hannah Arendt nannte diesen Vorgang das Überflüssigmachen von Menschen. Kinder waren zuerst überflüssig, dann kamen die erschöpften und ausgemergelten/ ausgebeuteten jüdischen Männer. Arendt forderte uns auf, dass es nur eine Haltung gegenüber diesem Totalitarismus geben kann: Die Mitmenschen heute an der aktuellen Politik zu beteiligen und sie nicht überflüssig zu machen.
Gemeinsam mit dem polnischen Generalkonsulat wollen wir in Solidarität dieser Befreiung an dem Ort gedenken, an dem diese Menschenvernichtung noch weitere drei Monate andauerte bis die alliierten Truppen diese jüdischen KZ-Häftlinge am 27.April 1945 befreiten. An diesem historischen Ort wird uns allen auch verständlich, welche Leiden und Qualen die jüdischen KZ-Häftlinge bei den bayerischen winterlichen Temperaturen zu durchleiden hatten und dass nur wenige diese Erniedrigung/Katastrophe/Shoah überleben konnten.
Anmeldung unbedingt erforderlich: E-Mail vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon 08191/22380.
Gedenkfeier zum Nationalfeiertag am 3. Oktober 2006 um 10.00
Aufgrund der großen Nachfrage und wiederholter Bitten von Mitbürgern wird die wegen des Papstbesuches offiziell in Bayern vorverlegte Führung durch die archäologischen Spuren der Europäischen Holocaustgedenkstätte und wegen der schon zur Tradition seit 1983 gehörenden Gedenkfeier und Führungen durch die Europäische Holcaustgedenkstätte - zunächst der 17. Juni ,heute der 3. Oktober am Diensttag, den 3.Oktober 2006 um 10.00 eine Führung durch die Europäische Holocaustgedenkstätte und das Mahnmal für die Menschenrechte angeboten.
Treffpunkt: 10.00 vor dem Hinweisschild zur Gedenkstätte zwischen Landsberg und dem Stadtteil Erpfting.
Anmeldung erbeten unter der Tel/Faxnummer 08191/22380 oder vorstand@buergervereinigung-landsberg.de
Für weitere Besuche gelten die entsprechenden Angaben auf der Internetseite der Bürgervereinigung
Gedenkfeier zur 68. Wiederkehr der Reichspogromnacht am 9. November 2006 um 16.30
auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte
In Landsberg gab die örtliche Zeitung am 11.11.1938 die tödliche Parole aus: Landsberg ist judenrein. Überlegungen und Konsequenzen zur Reichspogromnacht 1938 in Stadt und Landkreis Landsberg. Welche Verbindung besteht zwischen der Europäischen Holocaustgedenkstätte und dem "Mahnmal für die Menschenrechte"?
Vor der Gedenkfeier wird um 16.00 eine Führung durch die Europäische Holocaustgedenkstätte mit historischen Hinweisschildern angeboten.
Anmeldung unter der Telefonnummer 08191/22380 oder vorstand@buergervereinigung-landsberg.de
Durch die Urlaubszeit im August bedingte Abwesenheit von qualifizierten Führungspersonen bitten wir Führungen oder Vorträge rechtzeitig - mindestens jedoch drei Wochen vorher - anzumelden. Anfragen, die dies unberücksichtigt lassen, können nicht erfüllt werden. Ab dem 9.9.2006 Tag des Offenen Denkmales in Bayern stehen wir wie gewünscht wieder voll zu ihrer Verfügung! Herzlichen Dank für ihr Verständnis. Der Gesamtvorstand der Bürgervereinigung
9. September 2006
Tag des „Offenen Denkmales“: Die „Europäische Holocaustgedenkstätte“
Verlegung in Bayern wegen des Papstbesuches am 10.9.2006
Keine Zerstörung, kein Krieg und doch der Schauplatz des totalen Krieges. Vom Endes des Holocaust im jüdischen KZ-Kommando Kaufering.
Öffnungszeiten: von 9.00 bis 15.30 mit einer Dokumentarausstellung am Ort des Verbrechens.
Um 9.00 eine Radtour durch einige Reste des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering
10.30 – 11.30 – 12.30 – 13.30 14.30 jeweils Führungen an einer eigens eingerichteten Führungslinie mit 14 Tafeln durch die archäologischen Reste der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“
Die Anmeldung für die Radtour und die Führungen ist unbedingt erforderlich: E-Mail vorstand@buergervereingung-landsberg.de oder Telefon 08191/22380
Von 15.00 bis 16.30 unter dem diesjährigen Thema „Rasen, Rosen und Rabatten - Historische Gärten und Parks“.
„Führung durch die verschwundene Gartenlandschaft des ehemaligen Jesuitenkollegs in Landsberg“ - mit Bildvergleichen von umliegenden verschwundenen Parkanlagen der bayerischen Klöster. 250 Jahre klösterliche Anlagengestaltung.
Treffpunkt: An der Heiligkreuz –Kirche Landsberg – Kommerzienrat Winkelhoferstraße (Landbauschule)
Die Führung wird vom 1. Vorsitzenden der Bürgervereingung und einem Landschaftsarchitekten durchgeführt.
Anmeldung unbedingt erforderlich: E-Mail vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon 08191/22380.
27. April 2006
Die Befreiung des jüdischen KZ-Kommandos Kaufering durch amerikanische und französische Einheiten
Gedenkfeier zur Erinnerung an den 61. Jahrestag der Befreiung der Vernichtungslager des KZ-Kommandos Kaufering /Landsberg
Um 16.30 am 27. April 2006 auf der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“
Am 27.April 1945 wurden die jüdischen KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering/Landsberg befreit. Dies bedeutet das endgültige Ende des Holocaust. Vor dem Gedenkstein der amerikanischen und französischen Befreier mit der Traditionsfahne der amerikanischen 103. Infanteriedivision wird dieser Befreiung und ebenso der Rückgabe der von der SS in diesen KZ-Lagern zerstörten Menschenwürde gedacht. An diesem Tag wird die neu gestaltete Informationstafel für die „Europäische Holocaustgedenkstätte“ – die alte des Präsidenten der Europäischen Kommission Jacques Delors gestiftete Tafel ist durch Umwelteinflüsse und mutwillige Zerstörung unlesbar geworden.
Unsere historische Quellensuche durch ganz Europa nach der Namensliste der letzten 471 nach Auschwitz „rücküberführten“ jüdischen KZ-Häftlinge dieses Kommandos vom 25.Oktober 1944 ist beim Internationalen Roten Kreuz (Arolsen) und in den KZ -Archiven Auschwitz und Dachau und dem Bundesarchiv erfolglos geblieben. An dieser Gedenkfeier wird - wenn es seine Gesundheit erlaubt – ein 97 jähriger jüdischer KZ-Häftling aus Litauen anwesend sei. Er ist aus einem KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering zum Todesmarsch getrieben worden und Anfang Mai 1945 in Waakirchen (Oberbayern) von amerikanischen Armeeeinheiten befreit worden. Es ergeht herzliche Einladung an alle Bürger und die politischen und gesellschaftlichen in der Verantwortung stehenden Mitbürger.
Den Befreiern zu Ehren wird die amerikanische und französische neben der Flagge Israels und Europas auf der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“ gehisst!
27. Januar 2006
Gedenkfeier der Solidarität zum 61. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 durch sowjetische Armeeeinheiten
Um 16.30 Uhr am 27. Januar 2006 auf der "Europäischen Holocaustgedenkstätte"
In drei namentlich bekannten "Invaliden/Arbeitsunfähigentransporte" wurden vom August 1944 jeweils 1000 jüdische KZ-Häftlinge vom KZ-Kommando Kaufering und aus dem Waldlager V in Mühldorf nach Selektionen durch den SS-Standartenführer Maurer aus dem Reichssicherheitshauptamt in Berlin nach Ausschwitz-Birkenau zum Vergasen geschickt. Diese Listen sind das letzte Lebenszeichen dieser jüdischen KZ-Häftlinge. Der letzte Transport wurde am 25. Oktober mit 471 jüdischen KZ-Häftlingen aus dem KZ-Kommando Kaufering VII über den Bahnhof Kaufering nach Auschwitz geschickt. Es waren die letzten jüdischen KZ-Häftlinge, die in Auschwitz vergast wurden. Wenn wir bis zu diesem Zeitpunkt die Namenslisten der Selektion von Kaufering VII aufgefunden haben, werden wir diese auf der Gedenkstätte verlesen und später mit einer Gedenktafel der Gedenkstätte hinzufügen. Der Zusammenhang zwischen dem KZ-Kommando Kaufering und dem KZ-Kommando Auschwitz-Birkenau ist sehr eng, so dass eine Gedenktafel an diesem Tag gemeinsam mit dem polnischen Generalkonsulat München - wie im vergangenen Jahr- für die hier ausgesonderten KZ-Häftlinge für Auschwitz-Birkenau eine Pflicht der Bürgervereinigung "Landsberg im 20. Jahrhundert" ist.
Gedenkfeier zur 67. Wiederkehr der Reichsprognomnacht am 9. November 2005
67. Wiederkehr der Reichspogromnacht am 9. November 2005 um 16.30 in einem KZ-Frauenerdbunker der „Europäischen Holocaustgedenkstätte“. Überlegungen zur Bedeutung der Reichspogromnacht am 9.11.1938 in Landsberg, eine Stadt mit einer verschwindenden jüdischen Bevölkerungsgruppe – Überlegungen zu der Aufforderung des israelischen Staatspräsidenten Moshe Katzav bei seinem Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Juni 2005: Können wir einen Weg für die nächste Generation an diesem Ort finden, der nach dem Warum und Wie des Holocaust fragt?
Gedenkfeier zum Nationalfeiertag am 3. Oktober 2005
In einem der KZ-Erdbunker findet eine kurze Gedenkfeier zum Nationalfeiertag statt, die uns an die Verbrechen gegen die Menschlichkeit erinnert. Ein Appell gegen Antisemitismus/Rassenhass und die Zerstörung der Menschenwürde an diesem Tag sich für Zukunft stellen.
Führung am 3. Oktober 2005 um 10.30 durch die neu gestaltete „Europäische Holocaustgedenkstätte“ mit Dokumentarausstellung in einem der KZ-Erdbunker. Anmeldung unter Telefon/Fax 08191/ 22 380 oder E-Mail vorstand@buergervereinigung-landsberg.de unbedingt erforderlich. Es wird die neu gestaltete Führung mit 15 dokumentarischen Hinweisschildern und einer Ausstellung am historischen Ort angeboten.
Tag des offenen Denkmals am 11.September 2005
Europäische Holocaustgedenkstätte
„Keine Zerstörung, kein Krieg und doch der Schauplatz des totalen Krieges“
Das Ende des Holocaust in Bayern - Gedenkstätte am Ort des Geschehens mit Spuren von fünf KZ-Erdbunkern, archäologische Reste von Erdhütten und Funktionsbaracken.
Öffnungszeiten: Von 11.00 bis 15.00
Führungen um 11.30 und 13.30. Um 15.00 Radtour durch die Spuren der um Landsberg liegenden jüdischen KZ-Lager des KZ-Kommandos Kaufering mit den dazugehörigen jüdischen KZ-Friedhöfen. (Die Anmeldung für die Führungen und die Radtour ist unbedingt erforderlich: E-Mail vorstand@buergervereinigung-landsberg.de oder Telefon 08191/22380)
Besichtigungen und Führungen während der Monate Juni/Juli/August und September 2005 müssen für Gruppen wenigstens 10 Tage unter der angegebenen E-Mailadresse oder telefonisch vorher angemeldet werden.
In den anderen Monaten reicht eine rechtzeitige Anmeldung von 8 Tagen. Ferner werden jeweils am 1. Samstag des Monats „Besichtigung und Führung der Europäischen Holocaustgedenkstätte“ nach Anmeldung am Vormittag um 10.00 mit einem Vorstandsmitglied möglich sein.
Nächste Gedenkveranstaltung am 9.November 2005 (67. Jahrestag der Reichspogromnacht) um 16.30 auf der Europäischen Holocaustgedenkstätte.
Programm für die Gedenkfeiern anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung des KZ-Kommandos Kaufering und des KZ-Lagers Landsberg in der Zeit vom 27. April 2005 bis zum 5. Mai 2005